Mit Flossen und Schnorchel ins Becken

Große Resonanz beim Schnuppertauchen im Lampertheimer Hallenbad

Das Schwimmerbecken des Lampertheimer Hallenbades liegt fast leer vor den Tauchern, die Schwimmbrillen sitzen auf ihren Nasen und die Tarierwesten mit den Tauchflaschen tragen sie um den Oberkörper. Am Beckenrand stehen mehrere Badegäste, die entweder bereits unter Wasser waren oder noch gespannt auf ihren Tauchgang warten.

Die Teilnehmer sind zum Schnuppertauchen gekommen, das der Tauchclub Lampertheim anbietet. Die Resonanz ist groß. Die Ersten an der Anmeldung sind Idris und Sidney aus Mannheim. Ohne die Zustimmung ihrer Eltern, die nicht dabei sind, dürfen sie zwar nicht mit Tauchflasche tauchen. Allzu traurig sind sie darüber aber nicht. "Spätestens im Urlaub können wir richtig tauchen gehen", sagen sie. In der Zwischenzeit verfolgen die beiden wie Heike Bruckner sich auf der anderen Seite des Beckens als Erste ins Wasser wagt. Sie trägt dazu die "ABC"-Ausrüstung: Flossen, Brille und Schnorchel.

Taucherfahrung hat sie zwar keine, aber bald stellt sich heraus, dass sie die auch gar nicht braucht. Denn eine kurze Einführung in das richtige Atmen durch den Mund, die richtigen Schwimmbewegungen mit Flossen und in die Tauchersprache bekommen alle Schnuppertaucher, bevor es ins kühle Nass geht.

Dort warten der Trainingsleiter des Tauchclubs, Frank Kirsch, und der Ausbildungsleiter Michael Melter auf die Teilnehmer, zu denen auch die zehnjährige Marlen gehört. Die ist zwar schon mit Schnorchel und Flossen getaucht, aber noch nie mit Tauchflasche. Und obwohl sie am Anfang noch etwas aufgeregt ist, stellt Michael Melter bald fest: "Du bist ein Naturtalent." Marlen zeigt sich vom Tauchen genauso begeistert: "Das hat viel Spaß gemacht."

Dem kann sich auch Andreas Kuß anschließen. Der Ludwigshafener hatte Lampertheim beim Triathlon vor einigen Wochen kennengelernt und wollte nun einmal das Freibad erkunden. "Dabei habe ich den Flyer zum Schnuppertauchen gesehen und dachte, ich probiere das mal." Und obwohl auch er das erste Mal taucht, weiß er nach dem Tauchgang sofort: "Ich komme auf jeden Fall bald wieder. Das ist eine ganz andere Welt da unten."

Wer schon einmal getaucht ist, versteht, was die Teilnehmer mit der anderen Welt, fern von der Oberfläche, meinen. Sogar im nur zwei Meter tiefen Schwimmbecken kann man dieses Gefühl erleben.

Und da alle Teilnehmer ohne Ausnahme vom Schnuppertauchen begeistert sind, werden zu den Trainingszeiten am Dienstagabend für Erwachsene und Samstagabend für Kinder mit Sicherheit ein paar Tauchinteressierte erscheinen, die die Erfahrungen beim Schnuppertauchen bald wiederholen möchten.

Quelle: Südhessen Morgen, 14.07.2015